Fallstudie: Somatisches Teambuilding im Großkonzern – Kick-off für ein hybrides Projektteam
Wie schafft man in kürzester Zeit ein echtes Fundament aus Verbindung und entspannter Zusammenarbeit? Vor dieser Herausforderung standen die Mitglieder eines neu formierten Projektteams in einem Großkonzern. Anlässlich ihrer ersten gemeinsamen Quartalsplanung kamen 14 Mitarbeitende aus fünf hybriden Teams erstmals persönlich zusammen. Das somatische Teambuilding diente dabei als Auftaktveranstaltung der „etwas anderen Art“. Es sollte ‘Berührungsängste’ abbauen und das Projektteam innerlich entspannt in die darauffolgenden, sehr arbeitsintensiven Planungstage entlassen.


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Der gemeinsame Stuhlkreis aus meiner Sicht. Vor mir steht meine Klangschale griffbereit. Sie dient als Gong-Signal zum Ende einer Übung sowie als Redegegenstand. Erfahrungsgemäß haben die Teilnehmenden häufig auch Freude daran, die Klangschale selbst einmal anschlagen zu dürfen.
Persönliches Erinnerungsfoto mit zufriedenem Lächeln. Hinter mir herrscht bereits Feierabendstimmung im beinahe leer gefegten Bürokomplex. Eine schöne letzte Erinnerung an ein gelungenes Teambuilding.
Der zweite Teil der Agenda nach der Mittagspause – inklusive des vom Vormittag auf den Nachmittag verschobenen Opening-Rituals.
Die Ausgangslage
14 Personen • Großkonzern • hybrides Cross-Team • Teambuilding • Projekt-Kick-off • Formierungsphase • Somatic Team Day • Englisch
Der Workshop fand unmittelbar vor zwei fachlichen Planungstagen zum Projektbeginn statt. Die Gruppe bestand aus einer ausgewogenen Mischung männlicher und weiblicher Kollegen. Da nicht alle Teilnehmenden Deutsch sprachen, einigte sich die Gruppe auf Englisch als gemeinsame Workshopsprache.
Auf dem Organigramm waren die fünf Teams längst offiziell miteinander verbunden. Im persönlichen Kontakt waren viele einander jedoch noch völlig fremd. Die 14 Cross-Team-Mitglieder arbeiteten seit einigen Wochen beinahe täglich miteinander – allerdings hybrid, verteilt über mehrere Standorte und durch das Homeoffice voneinander getrennt. Sie kannten sich ausschließlich aus Chats und Videocalls.
Anlässlich der ersten gemeinsamen Quartalsplanung reisten sie alle an denselben Hauptstandort des Großkonzerns. Der erste Tag gehörte schwerpunktmäßig dem von mir angeleiteten Teambuilding. In den darauffolgenden Tagen wollte das frisch formierte Projektteam die Quartalsplanung auf eigene Faust durchführen
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Der zweite Teil der Agenda nach der Mittagspause – inklusive des vom Vormittag auf den Nachmittag verschobenen Opening-Rituals.
Die Aufgabe war klar: Aus Kolleginnen und Kollegen, die funktional zusammenarbeiteten, sich in der Realität aber noch nie persönlich gegenübergestanden hatten, sollte eine Gruppe werden, die sich auch im Raum wahrnimmt und leichter miteinander sprechen kann. Die Teilnehmenden sollten einander nicht nur über ihre Jobtitel kennenlernen, sondern über kleine gemeinsame Erfahrungen in entspannter Atmosphäre.
Gleichzeitig ging es um Resilienz und um konkrete Werkzeuge, mit denen die Teilnehmenden auch unter den als fordernd beschriebenen Projektbedingungen reguliert und handlungsfähig bleiben konnten.
So war das Format aufgebaut
Der Tag begann anders als geplant. Verspätete Teilnehmende stürzten gehetzt in den Konferenzraum. Um den Übergang zwischen Anreise und Modulstart zu erleichtern, schrieb ich die Agenda kurzerhand um.
Entgegen meinem sonstigen Vorgehen, meditative Übungen erst am Tagesende durchzuführen, entschied ich mich spontan für ein gemeinsames Innehalten und eine kurze angeleitete Visualisierung mit geschlossenen Augen. Dabei führte ich die Teilnehmenden bewusst durch eine kurze Körperreise mit bewusster Muskelentspannung und brachte die Neuankömmlinge zurück in den gegenwärtigen Moment.
Die spontane Übung nahm fünf Minuten in Anspruch, federte die hastige Ankunftsatmosphäre zwischen verspäteten Zügen und turbulenten Flugerlebnissen jedoch merklich ab. Nachdem sich die Aufmerksamkeit gesammelt hatte und mehr Ruhe im Raum eingekehrt war, fuhren wir wie geplant fort. Mein übliches Opening-Ritual verschob ich auf den Nachmittag.
Der restliche Workshop folgte meiner Somatic-Team-Day-Agenda, die online nachlesbar ist. Ich ergänzte sie um einige humorvolle Icebreaker, passend für ein Team, dessen Mitglieder sich auf persönlicher Ebene noch nahezu fremd waren. Bei den Präsenzübungen und Gruppengesprächen tauschte ich einige Reflexionsfragen aus, damit auch der Austausch über die Frage „Was macht eine gelungene Zusammenarbeit aus?“ nicht zu kurz kam. Die Gruppe formulierte gemeinsam, was sie für ein gutes Miteinander brauchte und wie sie während der Planungsphase mit Druck oder Unklarheit umgehen wollte.
In kurzen Präsenzspielen begegneten sich die Teilnehmenden abwechselnd zu zweit und in kleinen Gruppen. Dabei lag der Fokus auf bewusstem Zuhören und der Wahrnehmung des Gegenübers. Authentic-Relating-Übungen halfen ihnen dabei, über die reine Rollenbeschreibung hinauszukommen, ohne private Offenheit zu erzwingen.
Abgerundet wurde das Format durch drei spielerische und entspannte Übungen rund um das Nervensystem, Mental Health und die Körperwahrnehmung.
Den Abschluss bildete eine angeleitete Atemsequenz bei ruhiger Musik. Mehrere Teilnehmende beschrieben sich danach als entspannt und fokussiert.
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Der gemeinsame Stuhlkreis aus meiner Sicht. Vor mir steht meine Klangschale griffbereit. Sie dient als Gong-Signal zum Ende einer Übung sowie als Redegegenstand. Erfahrungsgemäß haben die Teilnehmenden häufig auch Freude daran, die Klangschale selbst einmal anschlagen zu dürfen.
Beobachtungen und Feedback der Teilnehmer
Es war ein erfreulicher und dem Feedback zufolge auch ungewöhnlicher, aber lehrreicher Tag. Im Schlusskreis beschrieben mehrere Teilnehmende, dass sie sich mit ihren Kolleginnen und Kollegen nun sehr wohlfühlten, obwohl sie einander zuvor kaum persönlich gekannt hatten. Einige sagten, dass selbst in länger bestehenden Arbeitsbeziehungen bisher wenig Raum für ein solches Miteinander gewesen sei.
Im Schlusskreis bezeichneten mehrere Teilnehmende den Embodied Leadership Ansatz als modern und zeitgemäß. Sie bezogen dies besonders auf die zunehmende Belastung und Distanz in der hybriden Arbeitswelt.
Einige konnten sich zuvor kaum vorstellen, Meditation oder Embodiment in einem professionellen Unternehmenskontext zu erleben. Eine sinngemäße Rückmeldung lautete, man hätte sich „im Leben“ nicht vorstellen können, einmal in großer Runde an einem Konferenztisch zu meditieren. Nun hätte Sie es aber am eigenen Leib erfahren und war gleichzeitig überrascht davon, wie natürlich und fokussierend es sich anfühlte. Sie sprachen sich sogar dafür aus, das Format fortführen zu wollen.
Am Ende des Tages erhielten die Teilnehmenden noch ein Handout mit konkreten Möglichkeiten, sich bei hoher Arbeitslast zu regulieren. Gemeinsam tauschten sie sich darüber aus, wann und wo diese Übungen in ihren Arbeitsalltag einziehen könnten.
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Persönliches Erinnerungsfoto mit zufriedenem Lächeln. Hinter mir herrscht bereits Feierabendstimmung im beinahe leer gefegten Bürokomplex. Eine schöne letzte Erinnerung an ein gelungenes Teambuilding.
Für mich war es nun Zeit abzureisen. Beim Verlassen des Gebäudes bekam ich noch mit, wie sich die Gruppe für ein gemeinsames Abendessen im benachbarten Restaurant verabredete.
So begann die Quartalsplanung nicht mehr mit vierzehn fast fremden Bildschirmkacheln in einem Online-Meeting, sondern mit Menschen, die bereits einen gelungenen und prägenden Auftakt miteinander erlebt hatten.
Sie planen ein ähnliches Format?
- Explorieren -
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Somatic Team Day
✔ Niedrigschwelliger Einstiegstag ohne Vorkenntnisse
✔ Neurowissenschaftliches Basiswissen
✔ Standard-Nervensystem-basierter Methodenkoffer
✔ Befähigung zur Selbstanwendung im Arbeitsalltag
Erfahrungsbasierter Tag mit praxistauglichen Übungen zur Selbst- und Teamregulation
• Kickoff • Teambuilding-tauglich •
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Team Development Programm
✔ Umfassende, mehrstufige Team-Entwicklungsreise
✔ Tiefes Verständnis: Nervensysteme in Teamdynamik
✔ Individuelle, situationsflexible somatische Tools
✔ Langfristig wirkende Verankerung im Arbeitsalltag
Kraftvolles Entwicklungsprogramm für nachhaltig integrierte Stresskompetenz und Teamverbundenheit
• Spürbare Veränderung • Gelebte Teamkompetenz •
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Embodied Leadership Training
✔ 2-Tage Leader Intensivtraining (Einzeln oder Gruppe)
✔ Geschärfte Selbst- & Teamwahrnehmung ohne Worte
✔ Kernkompetenz eigener Präsenz zur Co-Regulation
✔ Tragende Ausstrahlung, Resilienz & Weitsicht im Büro
Aufbauformat zu präsenter, haltgebender
und souveräner Führung in Schlüsselrollen
